Schadenhergang und Ausgangslage
Nach den vorliegenden Unfallangaben ereignete sich der Schaden in einer zweispurigen Kurve im Bereich Durmersheim Nord. Die Fahrzeughalterin des Skoda Fabia gab an, dass ein links fahrender Lastkraftwagen während der Kurvenfahrt seinen Fahrradius vergrößerte und nach rechts in ihren Fahrstreifen wechselte. Der erste Kontakt erfolgte an der hinteren linken Fahrzeugseite des Personenkraftwagens.
Infolge dieser Kollision drehte sich der Skoda nach links und geriet mit seiner gesamten linken Fahrzeugseite an die Front des Lastkraftwagens. Dies führte zu ausgedehnten Schäden entlang der kompletten linken Fahrzeugseite, wobei sowohl strukturelle als auch oberflächliche Komponenten in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Technische Schadenanalyse
Das Schadensbild zeigt charakteristische Beschädigungen eines seitlichen Aufpralls mit nachfolgender Schleifbewegung. Die Seitenwand hinten links weist erhebliche Eindrückungen auf, die eine komplette Erneuerung erforderlich machen. Reifen und Felge der hinteren linken Seite wurden durch den Aufprall derart beschädigt, dass beide Komponenten ausgetauscht werden müssen.
Im vorderen Bereich sind sowohl die Fahrertür als auch der vordere linke Kotflügel eingedrückt und müssen erneuert werden. Die hintere linke Tür zeigt Kratzer, die jedoch durch Instandsetzungsmaßnahmen behoben werden können. Aufgrund der Intensität des seitlichen Aufpralls ordnete der Sachverständige eine elektronische Achsvermessung vor Reparaturbeginn an, um mögliche Rahmen- oder Fahrwerksschäden auszuschließen.
Der Reparaturweg umfasst damit sowohl den kompletten Austausch mehrerer Karosserieteile als auch präzise Instandsetzungsarbeiten an weniger stark betroffenen Komponenten.
Gutachterliche Bewertung
Das Ingenieurbüro Frieß GbR ermittelte Reparaturkosten in Höhe von rund 14.340 EUR brutto. Diese Summe übersteigt den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs, der mit rund 9.800 EUR angesetzt wurde, erheblich. Der Restwert des beschädigten Fahrzeugs wurde auf etwa 2.600 EUR geschätzt.
Das Verhältnis zwischen Reparaturkosten und Wiederbeschaffungswert führt zu einem wirtschaftlichen Totalschaden. Die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert beträgt somit rund 7.200 EUR, was den regulierungsfähigen Schaden bei einem Haftpflichtfall darstellt.
Einordnung und Fazit
Seitliche Kollisionen zwischen Personenkraftwagen und Lastkraftwagen führen aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeughöhen häufig zu ausgedehnten Schäden entlang der gesamten Fahrzeugflanke. Der vorliegende Fall zeigt das typische Schadensmuster einer solchen Konstellation, bei der zunächst punktuelle Kontakte zu flächigen Beschädigungen durch Schleifbewegungen führen.
Bei Fahrzeugen im Alter von etwa sieben Jahren wie dem betroffenen Skoda Fabia von 2019 resultieren umfangreiche Seitenschäden regelmäßig in wirtschaftlichen Totalschäden, da die Reparaturkosten den gesunkenen Wiederbeschaffungswert deutlich übersteigen. Die Notwendigkeit einer elektronischen Achsvermessung unterstreicht die Bedeutung einer vollständigen Schadenerfassung bei derartigen Unfallkonstellationen.